Die Staatsoper und der Bebelplatz


Die Staatsoper Unter den Linden

Die Staatsoper Unter den Linden (auch: Deutsche Staatsoper Berlin) ist das erste Opernhaus und der kulturhistorisch bedeutendste Theaterbau in Berlin. Es steht in der historischen Mitte am Boulevard Unter den Linden. Das deshalb im Volksmund auch Lindenoper genannte Gebäude war Teil des Forums Fridericianum und wurde als Königliche Hofoper von 1741 bis 1743 nach Plänen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff im Stil des Palladianismus erbaut. Sie war das erste freistehende Opernhaus Deutschlands und zu dieser Zeit das größte Operngebäude in Europa.

Präzisere Erläuterung: Als Friedrich II. 1740 die Regierungsgeschäfte übernahm, waren die Stadterweiterungen abgeschlossen. Nun galt es, den gewonnenen Raum mit repräsentativer Architektur zu füllen. Erstes Projekt war ein neues Stadtzentrum, das Forum Fridericianum, das die Künste, die Wissenschaften und die Politik zusammenführen sollte, symbolisiert durch außergewöhnliche Architektur.

Knobbelsdorff als Architekt der Staatsoper

Als erster Bau entstand 1741–43 die Oper, das erste frei stehende, von der Herrscherresidenz räumlich getrennte Opernhaus überhaupt. Architekt war der „Surintendant der Königlichen sämtlichen Schlösser, Häuser und Gärten“ und „Directeur en chef aller immediaten Bauten in den sämtlichen Provinzen“ Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff.

Architektur der Staatsoper Unter den Linden Mit ihm und Friedrich d.Gr. hielten nun in der Innenarchitektur das Rokoko, französisch beeinflusst, aber doch in verspielteren, leichteren Formen, im Außenbau ein eleganter, aber auch manchmal strenger, klassizistischer Barock Einzug in Berlin. Die Oper war ursprünglich ein schlichter, rechteckiger Bau, dem an der Stirnseite zu den Linden ein prächtiger Portikus und auf den Längsseiten schmale Risalite mit Freitreppe und Säulenordnung vorgesetzt waren.

Das ist das heutige Programm am 08.04.2018:

Sonntag

11:00

MUSEUMSKONZERT VI

Mit Mitgliedern der Staatskapelle Berlin
Bode-Museum

Oper in einem Prolog und zwei Akten von Benjamin Britten
ausverkauft

19:30

THE TURN OF THE SCREW

Mit Maria Bengtsson, Marie McLaughlin, Thomas Lichtenecker, Sónia Grané u.a. 

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La Staatsoper unter den Linden est l'un des trois opéras de Berlin avec le Deutsche Oper et le Komische Oper.

Selon Voltaire je cite : les plus belles voix et les meilleures danseurs se produisaient a l'opéra unter den Linden. Au cours de la dictature d'Hitler, il exclue les musiciens juifs. Beaucoup sont donc partis en exil, tels Otto Klemperer ou Fritz Busch. Pendant la seconde guerre mondiale l'opéra à été detruit. La reconstruction prend 10 ans de 1945 à 1955.

 

Yann-Karsten und Isidore 

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Der Bebelplatz (ehem. Opernplatz) - Die Bücherverbrennung von 1933

Am 10. Mai 1933 versammelten sich nationalsozialistische Studenten aus ganz Deutschland auf den Zentralen Plätzen der Universitäten um Bücher zu verbrennen. Die Studenten, in SA-Uniformen gekleidet, warfen Werke Hunderter Autoren, Wissenschaftler und Journalisten in die Flammen.


Wir stehen hier an der Stelle, wo vor ungefähr 85 Jahren mehr als 25.000 Bücher von Studenten und Büchereien eingesammelt und von der Hitlerjugend verbrannt wurden.

Zu den verbrannten Büchern gehören die Werke von:
  • Soziologen wie Marx und Kautsky
  • Schriftstellern wie Heinrich Mann, Erich Kästner und Bertolt Brecht.
  • Denkern wie Friedrich Wilhelm Foerster und Sigmund Freud
  • und viel mehr...
Die Bücherverbrennung bedeutete mehr als nur die Demütigung von Autoren, sie belegte die Betroffenen mit einem Berufsverbot , führte zu einer totalen Entfernung ihrer Werke aus allen öffentlichen Bibliotheken und rief einen großen Teil von ihnen in die Emigration.
Das Einzigartige an der Bücherverbrennung hier in Berlin ist das sie dank Medien übertragen wurde. Radio und Fernsehsender wurden vom NS-Propagandaminister Joseph Goebels herzlich eingeladen , der für den Anlass eine berühmte Rede gab.

Aus dieser Rede kann man sich folgende Textpassagen merken :

"Das Zeitalter eines überspitzten jüdischen Intellektualismus ist zu Ende gegangen, und die deutsche Revolution hat dem deutschen Wesen wieder die Gasse freigemacht. Diese Revolution kam nicht von oben, sie ist von unten hervor gebrochen."

und:

"Während die Wissenschaft sich allmählich vom Leben isolierte, hat das junge Deutschland längst schon einen neuen fertigen Rechts- und Normalzustand wieder hergestellt. Heutzutage gilt Der 10. Mai 1933 zu den Höhepunkten der Kampagne gegen den nicht deutschen Denken."
Olga und Gaby